Is There Still Glamour in the Jungle?

Photo by xploitme, 2010

Column/ Text: glossygerda

German Version

Am I an underachiever or how would Carrie feel?

Yes, glamour still exists, simply because each and every day means purest glamour:
The moment we awake, a sheer abundant amount of 86.400 potential moments of happieness lies ahead of us. Substract your individual need for sleep and you are left with quite a number of seconds of bliss – how many we actually enjoy is up to us. So while many creative minds might gain superpowers in these times, there are others, like me, overwhelmed and at times paralyzed by these strange corona times.

I am not the only one

Hattie Crisell, in her feature in Vogue UK, really struck a chord with me and made me realize that I am a so-called ‚underachiever‘ in corona times. Instead of enthusiastically baking, cooking, crafting and blogging, I am in the grip of lethargy – or I would ponder endlessly…and get nothing done. Do I really care? Honestly, I don’t. In these times, it is all about staying healthy and saving people’s lives and not about squeezing the last bit of creative power out of this pandemic.

If Carrie were here…

„…it’s not about squeezing the last bit of creative power out of this pandemic…“

This might have been words Carrie Bradshaw would have written in her ‚Sex and the City‘-coloumn. I picture her in her small New York appartment sitting on her bed, legs crossed, laptop before her, gazing out of the window. And then she would miss seeing Charlotte, Samantha and Miranda and, no doubt, that her beloved Manolo Blahnik store is closed. Depending on the season, we would have witnessed steamy phone calls with Mr. Big or Aidan or even conspirative dates with either of them.

I know it’s a tough decision when it comes to who the real hottie is, and though Aidan was cool for sure, it has always been Mr. Big….

Read about underachievers in the article in der Vogue UK:
A Little ‘Everyday Creativity’ Can Help You Get Through Lockdown

Carrie Bradshaw- the New York Girl in Corona Times

Ein Blick durch das Schlüsselloch bei Carrie und Co.

Wie geht es wohl Carrie? (Artwork von Tini one and only)

„Wo bleibt der Glamour im Dschungel?“ fragte mich gestern Glossy Gerda. Und wie würde es Carrie gehen? Ja, was würden unsere alten Heldinnen aus Sex and the City in der Zeit von „Social Distancing“ wohl machen?
Mein Kopfkino hielt mich Stunde um Stunde wach. Daher hier eine imaginäre, wehmütige Situationsbeschreibung unserer „fabulous four“ in Zeiten von Covid-19.

Bei Carrie gibt es gerade kein „Sex in the City“

Carrie langweilt sich und vermißt ihre Mädels unendlich. Sie sitzt meist allein in dem großzügigen Apartment, welches sie und Mr. Big vor drei Jahren bezogen haben. Sie ertappt sich wie sie dem fabelhaften Penthouse an der Upper Eastside nachtrauert, das sie und Big nach dem mißglückten ersten Hochzeits-Anlauf aufgegeben haben. Es hatte diese fantastische Dachterrasse, ein schier unglaublicher Luxus in NYC. Nicht zu vergessen dieser großartige, erhabene Blick auf den Central Park. Sie schüttelt sich unwillkürlich als ihr klar wird, dass es im Central Park momentan Feldlazarett-Zelte für die zahlreichen Opfer des Virus gibt. Vielleicht doch nicht so schlimm, das Elend nicht ununterbrochen beim Rauchen im Liegestuhl vor der Nase zu haben.
Natürlich raucht sie noch, aber sie fühlt sich meist schlecht dabei. Die Arbeit an Ihrer Kolumne kann sie im Moment auch nicht trösten, denn sie liegt auf Eis. Das Thema „Sex in the City“ wäre gerade nicht wirklich angebracht und würde die Menschen bei den aktuellen Problemen auch nicht interessieren. Es wäre geschmacklos über Dinge wie Sex und Dating zu schreiben. Carrie solle sich mal etwas „Substanzielleres“ ausdenken wie eine seriöse Journalistin. Eine fatale Fehleinschätzung, findet Carrie, gerade jetzt, wo es wenig zu Lachen gibt, bräuchten die Menschen mal etwas leichtgängigen, amüsanten Lesestoff der sie daran erinnert, dass nicht alles im Leben schwer und ernst ist und dass der Sex und die Stadt nicht tot sind. Sie schüttelt dabei ihre Locken. Wie ignorant zu denken, dass es pietätlos sei, den Menschen gerade jetzt etwas von den prickelnden Seiten des Lebens zu berichten.

Mr. Big hat zu kämpfen (Artwork von Tini one and only)

Mr. Big träumt von Kalifornien

Big ist die meiste Zeit unterwegs – mal im Büro, mal in der Börse. Er kämpft, denn es gab im Finanzmarkt herbe Verluste als die Börse abgeschmiert ist. Er hat viel Geld verloren und muss dafür sorgen, dass es nicht noch mehr wird. Sein Weingut in Nappa hat er schweren Herzens und weit unter Preis verkauft. Er selbst kann nicht nach Kalifornien fliegen und im Moment gibt es kaum Leute, die die Reben pflegen, geschweige denn die Trauben lesen könnten. Er schluckt und fühlt einen Kloß im Hals. Er denkt daran, wie er noch im letzten Herbst mit Carrie selbst zur Weinlese geflogen war. Sie waren so wunderbar albern gewesen und hatten sich voller Eifer gegenseitig mit den übrigen überreifen Trauben beworfen bis sie sich schließlich in der alten Remise auf ihre spezielle Art versöhnt hatten. Hilft nichts. Weitermachen und jetzt hier die Kuh vom Eis – besser gesagt Finanzparkett – holen. Er richtet sich kerzengerade auf. Keine Zeit für Tagträume!

Miranda verflucht ihr home-office (Artwork von Tini one and only)

Miranda ist unglaublich genervt: Homeoffice ist das Letzte

Brady geht jetzt seit fünf Wochen nicht mehr zur Schule. Mit seinen gerade mal acht Jahren kann man natürlich nicht erwarten, dass er selbstständig lernt, ermahnt sich Miranda zur Geduld. Digitales Lernen ist auch noch alles andere als ausgereift. Steve hat heldenhaft angekündigt sich komplett alleine um die Betreuung seines Filius zu kümmern, damit Miranda den Rücken frei hat und ungestört ihre zahllosen Videokonferenzen abhalten kann. Er ist jetzt auch zuhause, denn natürlich hat die Bar, welche er mit Aidan führt, schließen müssen.
Den armen Aidan hatte es ganz zu Beginn erwischt. Ganze 21 Tage mußte er im Mount Sinai Hospital versorgt werden. Gottlob aber blieb ihm eine Beatmung erspart. Die armen Teufel, denen es schlechter erging, kamen ja selten lebend wieder aus dem Hospital heraus. Miranda erschauert, als sie daran denkt, dass es genauso gut Steve hätte treffen können. Nichtsdestotrotz nervt sie die permanente Anwesenheit von Steve fast genauso wie die Tatsache, dass er seinen alten Schlaf-Rhythmus beibehält. Er sieht bis drei Uhr morgens fern und macht die Nacht zum Tag. Vor dem Mittagessen am nächsten Tag ist er dann allerdings zu nichts zu gebrauchen. Wenn er endlich geruht aufzustehen, schafft er es nicht vorm frühen Abend in etwas anderem als seiner Unterhose durchs Haus zu springen. Fatal, als er neulich während des virtuellen Partnermeetings in ihr Arbeitszimmer geplatzt war, weil er seine Brille gesucht hat. Das würde sie sich noch in zwei Jahren anhören können. Miranda seufzt. Wieder mal bleibt alles an ihr hängen. Sie sieht aus dem Fenster, dankbar für das Stück Garten, dass zu Ihrem Häuschen in Brooklyn gehört. Moment. Ist das Brady, der da in schwindelerregender Höhe von der alten Eiche hängt, bereit sich in die Pfütze darunter platschen zu lassen? Verflixt, wo zum Teufel steckt Steve schon wieder?

Samantha muss sich von einem treuen Freund verabschieden (Artwork von Tini one and only)

Samantha vermisst die Hühner. Ja, die anderen auch

Samantha ist schrecklich einsam. Welch ein Fehler Smith Jarrod in Malibu zu verlassen und in ihr Apartment im angesagten Meatdistrikt in Manhattan zurückzukehren. Angesagt! Tja, das war einmal, denkt sie bitter. Da saß sie nun und nicht mal mehr die Bordsteinschwalben waren noch auf der vereinsamten Strasse vor ihrem Fenster unterwegs. Sie kann sich nicht erinnern, das sie je einen ganzen Tag in einem ausgeleierten alten Baumwollschlafanzug zugebracht hätte. Himmel, sie wußte gar nicht, dass sie so etwas besaß!
Jetzt da ihre Marketingagentur bis auf weiteres geschlossen hatte, war das allerdings zu ihrem täglichen Outfit geworden. Zorn steigt in ihr auf. Sie hatte nicht diesen gräßlichen Krebs besiegt, um jetzt durch das Corona Virus alleine zu verrotten. Sie war schließlich in die Stadt zurückgekommen um wieder zu leben!
All diese fantastischen New Yorker Männer, diese zahllosen Gelegenheiten für prickelnde One-night Stands. Wenn sie hier endlich aus dieser verfluchten Quarantäne kam, wäre sie wahrscheinlich schon eine sexuell uninteressante Greisin. Tränen steigen ihr in die Augen. Zu allem Unglück war heute morgen auch noch ihr heißgeliebter Vibrator kaputt gegangen und bei den Onlinebestellungen gab es gerade massive Lieferverzögerungen. Gestern Abend fand der Portier sie peinlicherweise auf dem Boden des Aufzugs in der Lobby, wo sie ganz offensichtlich geschlafen hatte. Sie war sturzbetrunken gewesen und wollte eigentlich nach oben auf die gemeinschaftliche Dachterrasse fahren, wo vor einigen Jahren noch die Hühner der Tierpraxis ihren Stall hatten. Was hatte sie sich damals aufgeregt über diesen schrecklichen Hahn, der jeden Morgen pünktlich um 4:30 Uhr zu krähen angefangen hat. Dieses alte Mistvieh!
Jetzt allerdings hätte sie sich fast gefreut, wenn sie mit ihrer Flasche Wein in der Hand dem Federvieh auf der Terrasse beim Scharren und Picken hätte zusehen können. Wenigstens ein Stück unbeeindruckte Normalität, ein wenig Sicherheit vermittelnde Konstanz. Gepaart mit der charmant unschuldigen Unwissenheit der dummen Hühner. Von da oben konnte sie bis auf die göttliche Dachterrasse von Richard Wright sehen. Was waren das für leidenschaftliche Stunden gewesen in seinem Pool. Richard war ein unerträglicher Lügner, aber auf ihrer Unterlippe kauend gesteht sich ein, dass sie mittlerweile verzweifelt genug war, in jetzt sofort in ihr Bett zu lassen. Komm schon rüber, Richard!

Charlotte hasst ihr Leben zurzeit (Artwork von Tini one and only)

Charlotte bedauert es in der Krise Personal zu haben

Charlotte auf der Upper Eastside versucht scheinbar unbeeindruckt die gerade gelieferten und sündhaft teuren Freesien in eine edle Vase aus Muranoglas zu arrangieren. Sie ist der festen Überzeugung, dass man nach wie vor auf alle Kleinigkeiten achten sollte und sich keinen Millimeter gehen lassen darf. Sonst würde man die Kontrolle über sein Leben verlieren in Zeiten wie diesen. Aber nicht mit Charlotte York!
Um Himmelswillen, die Mädchen toben ja schon wieder durch den Flur, um ein Haar hätten sie die Vase umgemäht! Charlotte unterdrückt einen aufsteigenden Schreikrampf. Wo zum Teufel ist dieses unnütze Kindermädchen? Die junge Philippin verfügte nun über ein eigenes Zimmer in der außergewöhnlich großen Wohnung, die Charlottes ganzer Stolz war und alles was von ihrer Ehe mit Troy McDougal übrig geblieben war. Harry und sie hatten das Kindermädchen zu Beginn der Krise nicht auf die Philippinen zurückgeschickt, sondern aus humanitären, und auch durchaus egoistischen Gründen, wie sich Charlotte leise eingestehen musste, bei sich einziehen lassen. Nur hatte das junge Ding die Kinder nicht im Griff und schien sich immer in irgendwelchen Ecken des Apartments zu verstecken, von wo aus sie stundenlang nach Manila telefonierte. Charlotte seufzte. War es vielleicht doch ein Fehler gewesen das Mädchen aufzunehmen, zumal Harry nur sehr schwer von seiner alten Gewohnheit nackt in der Wohnung herumzuspazieren abzubringen war?
Harry ging zudem momentan kaum in seine Kanzlei. Seine Meetings und Besprechungen mit Klienten hielt er nur online ab. Obenherum mit Hemd und Krawatte topseriös gekleidet, wie man es von einem Anwalt mit seinem Stundensatz erwarten durfte, lief er unten herum allerdings gerne allzu freizügig herum. Um ehrlich zu sein, mit weniger als einer Unterhose an. Man würde das auf dem Monitorbild ja nicht sehen, argumentierte er. Charlotte wandte wutentbrannt ein, dass man allerdings sehr wohl etwas auf dem Polster des edlen weißen Wildlederstuhls sehen könne, den Harry für seine Video Konferenzen bevorzugte. Was für eine unhygienische Unsitte! Und wenn das Kindermädchen ihn so sähe? Wann würde sie nur endlich ihre Galerie wieder öffnen können um diesem Wahnsinn zu entkommen?

Carrie versucht die Situation zu überstrahlen (Artwork von Tini one and only)

Die Stadt, die niemals schläft macht ein Nickerchen

Das Licht wird allmählich sanfter und gedämpfter draußen. Seltsam, denkt Carrie, wie unheimlich still diese Stadt geworden ist. Als wäre sie blutleer und nur noch eine leise Erinnerung an sich selbst. Sie fühlt sich selbst unwirklich und bohrt sich einen Fingernagel in den Handballen, nur um sich selbst zu spüren. Dann hört sie einen Schlüssel im Schloss. Endlich kommt Big nachhause. Schnell schlüpft sie in ihre gelben Manolo Blahnik Riemchensandalen und springt in die Küche um den Weisswein zu öffnen.
Verstohlen macht sie noch ein kleines Kreuz auf einem kaum sichtbaren Papierfetzen an der Seite des Kühlschranks. Tag 43. Wieder ein Tag um. Sie fährt sich rasch mit den Fingern durch die Locken und versucht sich ihr strahlendstes Lächeln ins Gesicht zu zaubern….

Wo bleibt der Glamour im Dschungel?

Photo by xploitme, 2010

Kolumne/ Text: glossy gerda

English Version


Bin ich ein Underachiever und wie würde es Carrie gehen?

Ja, es gibt ihn noch den Glamour – ganz einfach weil jeder Tag reinster Glamour ist:
Wir erwachen und haben satte 86.400 potentielle Glücksmomente vor uns – und das Tag für Tag. Nach Abzug des individuellen Schlafbedürfnisses bleiben noch etliche Glückssekunden übrig – wieviele wir tatsächlich genießen, ist uns selbst überlassen.

Und während die Coronakrise so manchen kreativen Geist zu wahren Meisterleistungen beflügelt, gibt es andere, die diese befremdende Situation zeitweise völlig überwältigt hat.

ich bin nicht allein

Aus der Seele sprach mir eine Text von Hattie Crisell in der Vogue UK – und jetzt weiß ich auch, was ein sogenannter underachiever, also ein ‚Minderleister‘ in Coronazeiten ist. Statt voller Elan zu backen, kochen, basteln und tonnenweise Blogposts rauszuhauen, hatte auch ich ein Empfinden von Unwirklichkeit, konnte die Veränderungen in meinem Leben gar ncht so schnell verarbeiten. Eine Zeitlang schaffte ich nichts außer grübeln und Ideen sammeln, setzte aber kaum etwas davon um. Jetzt langsam habe ich mich mit meinem derzeiitigen Leben arrangiert und es ist auch wieder Platz für Kreativität, Schreiben, Malen und gerne auch mal Chocolate Chip Cookies backen. Gestört hat es mich nie, denn es geht nunmal um Gesundheit und Menschenleben, und nicht darum das Maximum an kreativer Power aus dieser Zeit herauszuholen.

Was hätte Carrie wohl gemacht?

„…es geht nicht um das Maximum an kreativer Power…“

So oder ähnlich hätte vielleicht auch Carrie Bradshaw ihre ‚Sex and the City‘-Kolumne begonnen. Ich stelle mir vor, dass sie auf dem Bett ihres kleinen New Yorker Appartments kauert, den Laptop vor sich sinnierend aus dem Fenster blickt und dann betrauert, dass sie sich seit Wochen nicht mit Charlotte, Samantha und Miranda treffen kann – und dass ihr geliebter Manolo Blahnik Store geschlossen ist. Je nach Staffel hätten wir von heißen Telefonaten mit Mister Big oder Aidan erfahren oder von heimlichen Treffen mit einem der Herren.

Ich weiß, die Geister scheiden sich hier und ich gebe gerne zu, dass Aidan toll war – aber wie für Carrie war es auch für mich immer Mr. Big …

Hier gehts zum Beitrag in der Vogue UK:
A Little ‘Everyday Creativity’ Can Help You Get Through Lockdown

The Future of Fashion Marketing

Artwork by Gerda Friedel

Text by Glossy Gerda

Textilwirtschaft, one of the biggest publications for the fashion industry, asked the experts

End of April, the German fashion publication Textilwirtschaft asked communication experts from six German marketing agencies how the corona pandemic is going to influence the future of fashion marketing. In their statements, these representatives see important downturns for the entire industry while a new emphatic collectivism may create opportunities for local business, e-commerce, influencers and so-called purpose marketing.

Purpose marketing gives way to cultural issues

Companies taking a stand in sociological and political issues has become a trend that started in 2019 with movements like Fridays for Future and a call for more sustainability, and is now being catalyzed by the corona crisis, Uli Köhler, managing Director of Trendbüro said. Companies like LVMH, Nike or Under Armour have successfully applied so-called ‘purpose marketing’ by producing disinfectants or protective masks, stressing the importance of real actions as a way to build their brand on certain values – a trend which will outlive the corona crisis according to Thomas Knüwer of Kolle Rebbe.

Winners and losers

With this cultural change in mind, all experts agree that the present fashion market shakeout will redirect fashion marketing after the pandemic – and there will be winners and losers. Sabastian Kemmler from Kemmler Kemmler Marketing thinks that fashion fairs, print magazines, over-the-counter retail chains, middle-prized brands and shopping malls in less-attractive locations will be among the losers of the crisis. On the opposite side of the gamut could be big luxury fashion brands and low-prized fashion discounters next to highly digitalized local business with a sense for specialization and an on-site shopping experience.

New perspectives

The same applies to the future of fashion shows, which, according to Thomas Knüwer of Kolle Rebbe, will turn into “a shoppable online experience with an offline extension”. What used to be stereotype Instagram posts for global fashion brands or the nonchalance and narcissism of fashion influencers will be giving way to new role models with smart ideas and emotional intelligence competent enough to react on social moods. In that sense, Ulrich Köhler believes that influencers who are authentic and trustworthy will play a vital role after the crisis when a recession may spur understatement and “the presently budding minimalism will intensify”, Köhler said.

Besides this change in people’s perspective and a return to inner values, a second likewise optimistic trend will follow the corona crisis, as Kemmler stated in Textilwirtschaft: Euphoria will give way to people celebrating life, hedonism and consumerism. Coolness, latent aggression and ugliness as fashion concepts will be a thing of the past. “Having just survived a pandemic, people can easily do without a shocking esthetic fueled by fashion marketing”, Kemmler added.

For further reading ( in German):
https://www.textilwirtschaft.de/business/news/umfrage-unter-marketing-experten-wird-sich-das-modemarketing-nach-corona-veraendern-224749

„Archipel der Leidenschaften“ oder: Hätte es Karl gemocht?

Ein Podcast und Buch mit tiefsinnigem Glamfaktor

Text und Gestaltung: Gerda Friedel

Lesung mit Autoreninterview bei Bayern 2 radioTexte

Charlotte Casiraghi, 33, Tochter von Prinzessin Caroline von Monaco, und ihr Philosophielehrer Robert Maggiori, 72, haben gemeinsam – sie nennen es vierhändig – ein Buch über die „kleine Philosophie der großen Gefühle“ verfasst. Was an sich schon recht glamourös klingt, hört sich noch wunderbarer bei Bayern 2 an, denn dort wurden zwei Leseproben mit Autoreninterviews und Musik vertont. Beide Lesungen sind unter Bayern2 radioTexte abrufbar
(Folge 1: 21. Januar 2020,
Folge 2: 28. Januar 2020).

Wer sich dem Genuß des Podcasts hingibt, der merkt bereits beim ersten Kapitel über die Liebe, dass sich die Autoren sehr tief in die Emotionalität ihrer Themen begeben.

„…Schweigsamkeit ist die Sprache der Liebe, meint der heilige Franz von Sales -, ein unhörbares, heimliches Flüstern, wie um die Beziehung der Liebenden inniger, unübertragbarer und einzigartiger werden zu lassen“ (Casiraghi, C., Maggiori, R., 2018, p. 25).

(Foto: Charlotte Casiraght by Alexis 2013)

Das poetische Bild eines Archipels:

Gefühle wie Liebe, Hass, Gier, Geiz oder Extase bilden kleine Inseln, “ die innerhalb eines fest umrissenen Bereiches von einem magnetischen Strom des Verlangens umflossen werden“
(Casiraghi, C., Maggiori, R., 2018, Klappentext).

Dabei fasziniert nicht nur die tiefsinnige und dabei unterhaltsame Wort- und Gedankenwahl der Autoren, sondern die gelungene Verknüpfung mit philosophischem Hintergrundwissen von Epochen und Denkern wie Freud, Kant, Aristoteles, Heidegger, von Aquin und vielen mehr.

Wer wie ich die Philosophie verehrt und gleichzeitig sein Wissen über sie erweitern möchte, dem empfehle ich das Buch wärmstens. Nach dem Podcast freue ich mich in dieser – zugegeben nicht gar so kleinen – Lektüre (immerhin 342 Seiten) weiter zu schmökern.

Picture by annie harada 2019

Und nun zu Karl:

In einem ihrer Interviews zum Buch erklärt Casiraghi , dass sie schon als Kind Stunden schmökernd in Karl Lagerfelds grandioser Bibliothek zubrachte. Deshalb lässt sich die Eingangsfrage, ob Karl das Buch gemocht hätte, bestimmt mit einem Ja beantworten.
(Foto: annie harada, 2019)

Quellen:

Aus dem Französischen:
Casiraghi, C., & Maggiori, R. (2019). Archipel der Leidenschaften: Kleine Philosophie der großen Gefühle. München: Beck C. H.

Bayern 2 radioTexte:
https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiotexte/charlotte-casiraghi-ueber-leidenschaften-100.html

Glamourjungle: How it All Started

Are We Too Old to Be Digital Stars?

Why 50+ is a real challenge on the internet

Meme by Gerda Friedel (2019)

My friend Christine and I are enthusiastic Instagrammers and Facebookers, and we keep each other updated on lifestyle issues on the internet. Recently, we came up with the idea of starting a blog or a YouTube channel, something like the European version of Gwyneth Paltrow’s goop.

Our qualifications are good: Christine is a fashion designer, and I am a writer—so why not? Christine and I have posted and blogged for fun for some time, but now we want to get serious and really rich.

But as I started researching how to succeed, I soon came across a cruel reality: Making money on the internet does not go together with our age group and gender—and that’s quite frustrating.

Be male, be young!

For instance, Forbes magazine ranked the highest-paid YouTube stars in 2018, and all ten were male vloggers, gamers, and influencers under thirty, with yearly earnings from $14.5 to 20 million (US).


#9: PewDiePie
2018 Earnings: $15.5 million

Despite a backlash last year after a rash of anti-Semitic videos, advertisers have returned, shelling out up to $450,000 for a sponsored video.

— on Felix Kjellberg, alias PewDiePie (Forbes)

Demographics might explain where their followers come from. In the Pew report “Social Media Use in 2018,” the youngest adults stand out in their social-media consumption: “Some 88% of 18- to 29-year-olds indicate that they use any form of social media.” But of the Americans surveyed, the percentage went down for 30- to 49-year-olds (78%) , dropping to 37% for those 65 and over.

Women in different age groups

Meme by Gerda Friedel (2019)

Baking vlogger Rosanna Pansino, one of the highest-paid young female digital stars at 33 years old, didn’t even make the 2018 Forbes list. Still, she has 11 million subscribers on YouTube and 4.1 million on Instagram.

Meanwhile, older vloggers like Dominique Sachse or Monique Parent merely have 870,000 YouTube followers and 146,000 on Instagram—or 250,000 subscribers on YouTube and 26,000 on Instagram—respectively.

The number of subscribers and views count, because they determine the amount of income and attention from sponsors.

Is it our fault?

Meme by Gerda Friedel (2019)

The British blogger and YouTuber Helen Redfern has addressed ageism directly in A Bookish Baker with posts such as “Why aren’t over-40 bloggers as visible online?” One reason she names is a lack of self-promotion among older bloggers, because “promoting our blog posts and our videos feels boasty.”

Older bloggers, especially women, can feel intimidated, too, worried that the world out there isn’t really interested in their voices. In a recent post, “Is there ageism in blogging?,” Redfern writes:

“In blogging we have the really young women, possibly into beauty and fashion. Then we have the career woman forging a fantastic online career.  Then we have the parenting women; the new mums. But then what?

Establish a voice

Too old …are we? Photo by Gerda Friedel

Redfern puts it this way in another post: “You have to market yourself.”

As reported by Pew, 64% of those aged 50 to 64 are social-media users. In my view, that’s not far from the 88% of those under thirty, and it doesn’t justify a revenue gap of several million dollars.

If there’s a market for young influencers, then why isn’t there a community that addresses more mature issues, too?

It’s time for people like Christine and me to roll up our sleeves, be confident, and get started.


Gerda Friedel

Gerda Friedel, M.A., is currently pursuing a master’s degree in journalism and a certificate in biotechnology at Harvard Extension School. Her specialization is writing about Type 1 diabetes. She is also a freelance English teacher and amateur painter. This text was originally published in a Harvard class magazine: http://designingstoriesfortheweb.com/are-we-too-old-to-be-digital-stars

Winter Glam Day

Glam Sounds and Sunny Winter Days

von Gerda Friedel

Heute morgen war sie da: die Sonne!

Mein sonniger Platz im Wintergarten. Photo by Gerda Friedel (2020)

Trübes Winterwetter in Deutschland kann aufs Gemüt schlagen, aber dieser Tag verspricht puren Glamour. Ich zelebriere solche winterlichen Highlights, indem ich wann immer möglich die Augen schließe, mein Gesicht in die Sonne halte und die wärmenden Strahlen auf meiner Haut spüre.
Ich atme dabei tief ein und aus und fühle: Life is good!

Make it glamorous

Morgens, bevor mein Tag es so richtig losgeht, gönne ich mir ein Basic Makeup aus Puder, Rouge und Wimpertusche – und zwar immer! Ein bischen Glamour täglich ist ein Muß!

Photo by Gerda Friedel (2020)

An so einem schönen Morgen darf auch die tägliche Coffeetime besonders zelebriert werden.

Sunny Glamour Sounds

On top, meine Playlist für diesen Winter Glam Day mit ganz viel Sonnenschein und Songs, die mich so richtig glücklich machen:

Enjoy the Music

Lass die Sonne rein…
Where’s the California sun?
Ich will auch Frau Depenbusch in Jimmy Choos sein!
So schön groovy …
Old school und zeitlos gut

Traum oder Alptraum digitale Bohème? Aus dem Leben einer Fashiondesignerin

Was ist die digitale Bohème?

Vor über zehn Jahren beschrieben die beiden Autoren Holm Friebe und Sascha Lobo in ihrem Buch „Wir nennen es Arbeit“ die Arbeitswelt der „Digitalen Bohème“. Sie machten eine neue Spezies von Kreativen und Selbstständigen aus, die mit Hilfe neuer Technologien ortsungebunden arbeiten und somit selbstbestimmter leben. Als Vision wurde eine Vernetzung dieser kreativen Gemeinde zu einem leistungsstarken Kollektiv jenseits der Festanstellung aufgezeichnet.

Wahre Begeisterung (Artwork by Christine Dahlmanns)

Die Ästhetik des Mülleimers

Ich kenne Iris jetzt seit über 20 Jahren. Sie ist genial, die beste Modedesignerin, die ich kenne und dank meines langjährigen Weges in der Modewelt kenne ich einige Designer. Sie ist innovativ, begeisterungsfähig, sehr begabt und arbeitet seit Jahrzehnten selbstständig. Ihre ganze DNA scheint nur aus Farben, Stoffen und den neusten Modetrends zu bestehen.

An einer Bushaltestelle auf der Donnersberger Brücke in München geht sie zum Beispiel vor einem abgeblättertem alten Mülleimer andächtig in die Knie und schwadroniert begeistert von seinem Vintage-Camouflage Dessin welches „total hip“ wäre. Ich stehe leicht bedröppelt neben ihr und mir wird mal wieder klar, daß mir einfach die nötige Genialität fehlt um dieses trendweisende Gebrauchsobjekt als solches zu dechiffrieren und im Anschluss daran auch angemessen zu würdigen. Die 9 anderen Menschen, die mit uns an der Haltestelle stehen spiegeln meinen verständnislosen Gesichtsausdruck wieder, wobei bei den meisten noch ein kleiner Anflug von Panik zu erkennen ist angesichts meiner enthusiastischen im Strassendreck knieenden Freundin, welche sich ganz offensichtlich im Zwiegespräch mit einem Mülleimer befindet.

Die Freiheit des neuen Arbeitens (Artwork by Christine Dahlmanns)

Wie wird man zum Mitglied im Club ? Ein Fallbeispiel

Über die Jahre international unterwegs, Jobs in Frankreich, Schweiz oder den Niederlanden war Iris prädestiniert als Mitglied der digitalen Bohème. Zumal sich auch der Workflow vom künstlerischen Entwurf auf dem Papier (man kennt die hübschen Modezeichnungen von Wolfgang Joop – und ja, Iris kann das genauso gut) hin zu sogenannten „flats“, vektorialen Skizzen eines flach auf dem Boden liegenden Kleidungsstückes, erstellt in einem Grafikprogramm, entwickelte. Das Arbeitsgerät wurde immer kleiner und Iris konnte sich sehr bald ihr geliebtes Mac-Book unter den Arm klemmen. Hurra, diese Freiheit! Diese Unabhängigkeit! Ich kann von überall aus arbeiten! Im Café, am Badesee, in meiner Ferienwohnung in Nizza, in der Sauna….naja, fast.

Man muss Prioritäten setzen! (Artwork by Christine Dahlmanns)

Die verzwickte Sache mit der Freiheit

Das die Geschichte mit der vermeintlichen Freiheit ein zweischneidiges Schwert ist verdeutlicht eine kleine Anekdote, die bereits einige Jahre zurück liegt. Meine Hochzeit sollte in Zanzibar stattfinden und Iris als meine Trauzeugin nahm gerne den weiten Weg nach Afrika auf sich, da sie ja „selbstbestimmt und überall arbeiten könne“. Das klitzekleine Problem ist nur, dass sie das auch so an die Modefirmen transportiert hat und sie fortan einfach auch überall arbeiten musste. Das Wort „Urlaub“ ist im Business als Selbstständiger ja sowieso ein ähnliches Schimpfwort wie „Wochenende“. Es ist tatsächlich ja auch egal wo man ist, Hauptsache man ist toujour erreichbar und liefert. So saß also Iris am Tag meiner romantischen Trauung unter Palmen noch vormittags am Pool und arbeitete hektisch unter enormem Zeitdruck an einer Kollektion, weil sie ja den Nachmittag ausfallen würde. Sie hatte sich mit Sonnencreme eingeschmiert in ihrer Hektik aber vergessen sich diese im Gesicht auch einzureiben. Verwundert betrachteten andere Reisende die offensichtlich schwer gestresste Iris mit ihrem komplett weißen Gesicht. Auf meinen dezenten Hinweis bemerkte sie nur mürrisch, dass sie unmöglich mit ihren Fingern diese Creme verteilen könne, weil dann das Mac Book leide und am Ende nicht mehr funktionieren würde und sie dann nicht mehr ARBEITEN könne. Heroisch saß sie also die irritierten Blicke ihres Umfeldes aus. Fünf Minuten vor der Trauung war sie auch da, ohne Sonnenmilch im Gesicht, chapeau! Während eines privaten Insel-Ausfluges im Rahmen der Feierlichkeiten blieb Iris allerdings sowohl bei der Gewürzplantage als auch beim altehrwürdigen Markt lieber alleine im alten VW Bus ohne Klimaanlage sitzen, als ihr Notebook wahlweise alleine im Hotel oder im Auto zu lassen, oder es gar der Gefahr auszusetzen außerhalb des faradayschen Käfigs geklaut zu werden. Am Schreibtisch wäre das zumindest kein Thema gewesen.

Digitaler Eskapismus (Artwork by Christine Dahlmanns)

Cuba libre!

Über die revolutionären Vorteile der Digitalisierung brauche ich hier nicht sprechen, auch der Traum vom ortsungebundenen und freien Arbeiten ist erstrebenswert. Ich selbst könnte mir nicht mehr vorstellen anders zu leben. Und mit mir sind es knapp 1,5 Millionen Selbstständige und somit gut 500 000 mehr als noch vor 10 Jahren. Gerade in den freien Kulturberufen und dem Beratersegment boomt dieses Modell. „Die digitale Boheme verzichtet dankend auf einen Anstellungsvertrag und verwirklicht mittels neuer Technologien den alten Traum vom selbstbestimmten Arbeiten“ wie es bei Sascha Lobo so schön hiess. Frei nach Brecht ist das Credo der Solo-Selbständigen „ich will unter mir keine Sklaven haben, über mir keinen Herren“. Doch wenn Du Dein eigner Herr bist, sei dir doch wenigstens manchmal ein guter Herr!

Michael, der Mann von Iris scannt nun seit einigen Jahren jedes Jahr den Globus mit dem Anspruch neue Ecken ohne durchgängiges W-Lan oder Internet Cafes zu finden. Die beiden sind die letzten drei Jahre nach Kuba gefahren. Iris ist hier in der Lage ihren Kunden einigermaßen glaubhaft zu versichern, dass es kaum W-Lan gäbe und sie so leider, leider die nächsten zwei Wochen nicht arbeiten könne.

Die Serengeti ist auch noch ganz gut. Oder der Himalaya?

New York Urban Jungle

Picture by htmvalerio

MoMA is closed for the summer?
Re-open it online

For many New Yorkers and tourists alike, the city’s museums are a welcomed retreat to escape the city heat on hot summer days. One of the most famous museums, the Museum of Modern Art (MoMA), is closed until October 20, in case you’re planning a visit. Still, the museum has more to offer than a tour of its exhibits.

Online options

On the MoMA website you can find free online classes for art lovers on different subjects like photography, fashion, design, abstract painting or teaching strategies. Scroll down to the very buttom of the MoMA homepage to ‚Research and Learning‚ and click on it. Once you’re on ‚Research and Learning‘, you can click on ‚Online Courses‚ and you’re right there.

Learn about fashion

Since I love fashion and art, I decided to check out ‚ Fashion as Design‚. Let me mention here that once you click ‚Register for this course‘ you’re redirected to coursera. Registration is for free, but you can also get a certificate, which is 43 USD.
(BTW: I decided to go for the certificate.)

Want to know more about my online experience with ‚Fashion and Design‘? Stay tuned…

Let’s Talk About Style: What is It?

Blonde poster boys of the right: The Donald, Boris and Wilders, photo by Simon Elgood

Vanessa Friedman, fashion director and chief fashion critic for The New York Times, asked in opinion-piece: „Are we in for an era of rumpled men?“ What she adressed was a seemingly new trend ,“in a world where casual Fridays, the pre-eminence of the tech uniform and the rise of street wear has freed everyone to de-stuff their suits“. In politics, President Donald Trump, and British prime minister Boris Johnson may be just the beginning of ’sloppy style looking awfully good‘. If that is the case, is there a universal truth about style? And what is style anyway?


Tini,
you are a savvy fashion designer,
what is style in your opinion?

„I think style goes beyond clothes. Style is so much more than fashion, because it’s an overall impression. Style is my very unique individual choice of how I want to present myself and how I eventually want to be understood by others.“

Style goes beyond clothes –
color your portrait in your personal style

Personal style

„Talking about personal style, you should first be aware of the fact that you already have one. Personal style does not only imply clothes but also the way you move, talk, and everything that reflects your own taste –  and you’ve surely developed taste over time. But yes, fashion can help transport your personality to the outside. You can use it as a personal paintbox to color your portrait.“

Less is more

When we think about ‚buy less‘ – a philosophy, which Vivienne Westwood wonderfully proclaims and interprets, in my view – I often wish that I could better resist the temptation of bargain hunting, buying clothes just for distraction or from an impulse and turn to quality materials and classic styles instead. Have you ever felt bed after buying too much? I can tell you that I have…

But buying one new piece might also be the key to reinterpret your wardrobe, like this pair of sunny yellow trousers I bought the other day. I love combining it with navy blue – looks gorgeous on me, I think.

On the other hand: How can I escape my – admittedly bad – urge for shopping binge? And will we have to deal with more ’sloppy style‘ in politics in the future?

Let me ask Tini…

To be continued …